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Fliegerbomben, Fressnapf und Herbststimmung

Gestern wurden wir evakuiert. Im Nachhinein klingt es lustig, war es aber nicht wirklich. Unser Wohngebiet besteht aus alten Kasernengebäuden und bei irgendwelchen Aufräumarbeiten im angrenzenden Naturschutzgebiet wurde eine Fliegerbombe gefunden, die entschärft werden musste. Die Stadtverwaltung hat das richtig klasse hinbekommen und uns am Vorabend (!) informiert, dass hier alles geräumt werden muss und zwar von 9-13 Uhr. Schon wieder nicht ausschlafen, war mein erster Gedanke. Was passiert mit all den Hunden hier im Haus?  mein zweiter.
So kam es, dass ich die vier Stunden der Evakuierung (eigentlich waren es fünf – natürlich waren die „Entschärfer“ nicht bis 13 Uhr fertig) in Gesellschaft meines plüschigen Freundes verbringen durfte. Akiba ist seit einem halben Jahr mein „Pflegehund“. Der flauschige Berner Sennen ist drei Jahre alt und lebt bei mir im Haus. Seine Besitzerin arbeitet tagsüber, so dass ich immer wieder einspringe und mit Akiba nachmittags Spaziergänge in den Weinbergen mache. Die letzten Wochen hatten wir zwei irgendwie eine Sommerpause – umso schöner war es, dass wir gestern wieder mehr Zeit zusammen verbringen konnten. Das Wetter war herbstlich, die Sonne hat sich kaum herausgetraut, trotzdem war es noch nicht so kalt. Akiba fand es herrlich, dass wir gleich 2,5 Stunden in den Weinbergen unterwegs waren. Während ich die Instagramapp ausgetestet habe, ist Akiba über die Acker getobt, hat Zweige auseinander genommen und sich gewälzt. Ich finde, auf den Fotos sieht er richtig glücklich aus…
Nach unserem Spaziergang waren wir noch bei Fressnapf, damit der Liebe sich ein bisschen stärken und bei der Fressstation etwas trinken konnte. Und dann hat Akiba mir noch geholfen, eine Hundefrisbee für Pickles auszusuchen (: