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Vegane Tiffanytörtchen und mein erster Bloggeburtstag!

Obwohl der Termin schon lange in meinem Kalender stand, kam der Tag doch schneller als erwartet:
Morgen wird Stille Revolution ein Jahr alt!

Das bedeutet gleichzeitig, dass ich mich seit über einem Jahr vegan ernähre, auch wenn es mir schon viel länger vorkommt. Ein Zurück gibt es sowieso nicht mehr, auch wenn noch nicht alle in meinem Umfeld das akzeptieren möchten. Beim Geburtstag meiner Mutter wurde ich sogar von einem Familienmitglied gefragt, ob ich nicht mal eine Ausnahme machen und wenigstens diesen einen Tag Fleisch und Fisch essen könne. Nein, nein und nochmals nein! Tote Tiere werden nie mehr auf meinem Teller oder in meinem Kühlschrank landen (übrigens schon seit bald zehn Jahren nicht mehr, aber so mancher hat vielleicht immer noch nicht begriffen, was Vegetarismus bedeutet).
Heute habe ich Gemüseflammkuchen mit Sauerrahm von Soyananda und Wilmersburger gemacht und wieder einmal festgestellt: Ich vermisse nichts. Gestern gab es Vanilla Cherry Eis von Lupinesse und außerdem habe ich vegane Scones gebacken (dazu bald mehr), die zauberhaft schmecken und die ab jetzt fester Bestandteil meines Samstagprogramms werden. Vegan kann so fantastisch schmecken!
In einem Jahr hat sich so viel getan. Es gibt mittlerweile ein wunderbares Sortiment und eine riesige Auswahl an veganen Produkten, die nicht mehr viele Wünsche offen lassen. Wenn mir langweilig ist, gebe ich vegan bei Amazon ein und sehe mir die Neuveröffentlichungen der letzten 30 Tage an und obwohl ich fast monatlich ein veganes Koch- oder Sachbuch kaufe, umfasst mein Wunschzettel momentan 37 Bücher. Ich habe in meiner Kleinstadt mittlerweile ein Café entdeckt, in dem es jeden Tag veganen Kuchen gibt – der fast so gut ist wie mein selbstgebackener. Und zu unserem monatlichen Stammtisch stoßen immer neue Menschen dazu, die schon vegan leben oder sich für die vegane Lebensweise interessieren.
Ich bin dankbar, stolz und glücklich, Teil einer solch tollen Bewegung zu sein und immer neue Menschen kennen lernen zu dürfen, mit denen ich meine Vision einer tierfreundlicheren Welt und einer nachhaltigeren Lebensweise teile.

In der Bloggerwelt bin ich hingegen immer noch nicht ganz angekommen. Das wird sich jetzt hoffentlich bald ändern, wenn das Bachelorstudium hinter mir liegt und ich ab Herbst in einen aufregenden neuen Jahresabschnitt starte. Ab Oktober mache ich ein dreimonatiges Praktikum beim VEBU. Und Ella auch irgendwie, denn die kommt ab und zu mit zur Arbeit und hofft darauf, viele tierliebe Menschen, die großzügig vegane Hundeleckerchen verteilen, zu treffen.
Dann gibt es bestimmt die ein oder andere erzählenswerte Geschichte. Und neue Rezepte. Und Fondanttorten. Denn vom Zuckerguss bin ich dann doch nicht weggekommen – im Gegenteil: Meine Küche wird jetzt ganz neu ausgestattet mit Spezialwerkzeug für die schönsten Torten des Jahres.

Zum Geburtstag habe ich meinem Blog zwei Törtchen mit jeweils drei Schichten Biskuit gebacken, gefüllt mit rosa Vanillebuttercreme und überzogen mit selbstgefärbtem Fondant. Und da schon mehrfach nachgefragt wurde: Ja, die Rose und die Röschen sind selbstgemacht, aber das geht noch besser (:
Bald wird mehr gebacken!

Also: Alles Liebe zum Geburtstags, grattis på födelsedagen, lá breithe shona duit, Stille Revolution!
Danke all meinen Lesern, und ganz besonders dem treuen Federchen!
Ich freue mich auf’s nächste Jahr mit euch!

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Vegan Wednesday #49

Nach langer Zeit bin ich endlich auch mal wieder dabei, beim Vegan Wednesday. Der vergangene Mittwoch war aber auch der erste Mittwoch seit langem, an dem ich mal wieder gekocht und gebacken habe. In der Zeit davor gab’s meistens Take Away, Fast Food auf Festivals oder nur kleine Snacks in den Lernpausen ohne Zeit für Fotos. Aber nächste Woche muss ich einfach wieder mitmachen! Vielleicht backe ich dann anlässlich des 50. Vegan Wednesdays auch Törtchen? Mal sehen (:

Frühstück: Kürbiskernbrötchen mit veganer Remoulade und frischer Kresse
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Mittagessen: Wraps mit veganem Frischkäse, Rucola und eingelegten Tomaten
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Abendessen: Gemüseeintopf indischer Art mit Basmatireis
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Himbeertörtchen, der ideale Sommernachtisch!
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Ella gibts übrigens auch noch. Der geht’s gut, abgesehen von der Hitze. Hier pausiert sie gerade an der Uni:
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Meine erste vegane Torte mit Fondant!

Ich bin zurück! Nachdem mich die Bachelorabschlussprüfungen in den letzten Wochen verschluckt haben, bin ich ab jetzt endlich wieder fester Bestandteil der veganen Bloggerwelt.
Und da meine Mutter letzten Sonntag ihren Geburtstag gefeiert hat, habe ich die Gelegenheit genutzt, um endlich mal wieder etwas neues in der Küche auszuprobieren. Was dann doch nicht so fantastisch war wie erhofft. Zwei Stunden nachdem ich meine Klausur abgegeben hatte, stand ich mit Fondantrolle und Blümchenausstechern bewaffnet in der Küche und habe meinem Freund erklärt, dass ich es bestimmt nie im Leben schaffe, den Biskuit in zwei Böden zu teilen. Hat dann auch nicht funktioniert, was unter anderem daran lag, dass die Sonne direkt in die Küche schien, der Backofen glühte und der Biskuit bei gefühlten 40°C auch nicht wirklich auskühlen konnte. Zwei Stunden und mehrere zerbrochene Biskuitböden später habe ich den Entschluss gefasst, statt der 24cm-Torte eben eine 16cm-Torte zu backen, was wesentlich einfacher ist. Außerdem habe ich die drei Böden nacheinander gebacken. Ha.
Das Herstellen der Vanillebuttercrème war auch eher problematisch. Die schaumig geschlagene Alsan mag die Hitze nicht. Der Vanillepudding sollte auf Raumtemperatur runterkühlen, war aber auch dann noch viel zu heiß, so dass die Buttercrème sich nicht unterrühren ließ ohne komplett zu schmelzen.
Dann habe ich den Fondant zu dünn ausgerollt, so dass er beim Einkleiden der Torte einriss und außerdem hatte ich mir vorher nicht überlegt, wie ich meine Zuckerblüten eigentlich auf den Kuchen „kleben“ werde.
Über sechs Stunden stand ich in der Küche und habe geflucht und mir geschworen, nie wieder eine geschichtete Fondanttorte zu machen. Auf der anderen Seite: Ich habe aus meinen Fehlern gelernt und weiß, was ich beim nächsten Mal anders machen muss. Und außerdem sieht sie doch gar nicht so schlecht aus, meine erste Fondanttorte, oder? Vor lauter Verzierung habe ich mir kaum noch Gedanken darüber gemacht, ob die vegane Torte auch den nicht-veganen Gästen schmeckt, aber sie war darüber hinaus ziemlich lecker.
Gestern habe ich mir die Cake Decoration Bible bestellt. Außerdem habe ich mich in Bird Cage-Cakes verliebt. Und bald steht wieder ein großer Geburtstag an. Das gute Stück war also wohl doch nicht meine letzter Versuch mit Fondant.

Was genau ist da drin?

» Zitronenbiskuit
» selbstgemachter Sekt-Limetten-Sirup
» Vanillebuttercrème
» Himbeerpüree

Alle Bestandteile der Torte sind abgewandelt von den Rezepten meiner Freundin Stina von Veganpassion. Übrigens schreibt die gerade an ihrem ersten Backbuch! Ich werde ganz bestimmt eine der ersten sein, die dieses Buch kauft!

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