Crazy Sexy Detox

9 Kommentare

Januar, mein Gesundheitsmonat. Nachdem ich Ende Dezember wieder gemerkt habe, wie schwer es ist, viele verschiedene Ziele gleichzeitig zu verfolgen, habe ich mir vorgenommen, mir nichts vorzunehmen.
Und tatsächlich – es funktioniert. Statt to-do-Listen zu schreiben, werde ich aktiv. Montag Abend stand ich plötzlich in der Küche und habe mit einem Schälmesser vier große Zucchini zu „Spaghetti“ verarbeitet. Eine Freundin hatte mir das scheinbar berühmte Rezept von Attila Hildmann empfohlen und obwohl mir bei bei dem Gedanken an Fake-Spaghetti nicht ganz wohl war, wollte ich mich furchtlos zeigen.
Das Ergebnis war etwas enttäuschend. Obwohl ich mich sehr genau ans Rezept gehalten habe, hat mich das Gericht aber nicht ganz überzeugt. Mir war die Carbonarasoße mit Mandelmus und Räuchertofu zu würzig, mit einer leichten Soße hätten mir die Zucchinispaghetti besser geschmeckt.
Falls ihr auch euer Glück versuchen wollt, findet ihr das Rezept zum Beispiel hier.

Der Gedanke an die Vegan for fit Challenge ließ mich jedoch nicht los. Welcher Monat passt besser als Januar? Da ich mich nicht ganz der Zielgruppe von Attila zugehörig fühle und mich seine Art der Kochbuchvermarktung nicht anspricht, habe ich mich nach meinem eigenen Deotx-Diät-Rundum-Gesund-Guru umgesehen. Und gefunden habe ich Kris Carr. In meinem Bücherregal. Crazy Sexy Diet hatte ich mir irgendwann im Sommer bestellt, und bin dann nie dazu gekommen, es komplett zu lesen. Jetzt liegt es immer in Reichweite, ebenso wie ihr neustes Buch Crazy Sexy Kitchen mit ganz vielen veganen Rezepten.
Natürlich gibt so ein Buch nicht so viel neues her. Dass Zucker und Alkohol nicht nur dick machen, sondern auch ungesund ist, wissen wir alle. Dass wir den leckeren veganen Cupcake ab und zu durch Obst ersetzen sollten auch. Das Wissen allein hat mir aber in den letzten Jahren meist nicht viel gebracht. Und dann schlage ich letzte Woche das Buch auf und die zuckersüße Kris Carr, die über 40 ist aber wie Anfang 30 aussieht, strahlt mich an. Plötzlich war es einfacher, die Vorsätze durchzuhalten. Mit Attila konnte ich mich nie identifizieren, mit Kris schon. Bei ihr sieht Grünkohl tatsächlich sexy aus.
So habe ich mich daran gemacht, mein Leben weiter umzustellen, um gesund und fit zu werden und zu bleiben. Manche Ernährungsweisen und Angewohnheiten umzustellen, fällt mir leichter als gedacht. Alkohol? Kein Bedürfnis. Zucker? Kuchen? Schokolade? Vermisse ich nicht. Weißbrot und Nudeln? Ich hab‘ doch Salat und Gemüse – und das in größeren Mengen als je zuvor. Smoothies und Säfte bringen mich neuerdings durch den Tag. Mein heutiges Frühstück habe ich für euch fotografiert, ich habe mich nämlich mal wieder furchtlos gezeigt und zum ersten mal Salat in meinen Smoothie gemischt. Erstaunlicherweise lecker. Wer weiß, vielleicht fühlt es sich irgendwann auch ganz normal an Zucchinispaghetti zuzubereiten und Kalechips zu essen.

Kris Carr über Zucker:
Let’s get one thing straight. You are sweet enough. In your original state you ooze magic honey. Unicorns want to lick you.

GreenSmoothie

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Autor: annagoesvegan

Anna. 23 Jahre. Psychologiestudentin. Seit acht Jahren Vegetarierin. Seit Juli 2012 vegan.

9 Kommentare zu “Crazy Sexy Detox

  1. …klingt super spannend…
    …die Rezepte sind alle vegan?…

    …alkohol gibts bei mir schon seit ein paar jahren nicht mehr, aus verschiedenen Gründen…
    …problematisch allerdings ist immer wieder das Thema Zucker…

    …ich kann nicht ganz ohne, ich will nicht ganz mit, ich glaube auch einfach nicht daran, dass 100% ohne funktioniert (bei mir)…die typischen Zweifel eben…

    …wie schauts insgesamt mit Kohlenhydraten aus?…oder sind Nudel, Kartoffel und Co. komplett gestrichen?…

    wäre echt total interessant, wenn du von ein paar grundlegende Punkte des Programms erzählen könntest…

    vegan l♥ve&peace, miss viwi

    • Liebe Miss Viwi,

      Kris spricht sich für einen veganen Lebensstil aus (sie führt ethische und gesundheitliche Argumente an) und all ihre Rezepte sind vegan. Darüberhinaus sind die meisten Rezepte zucker- und glutenfrei und voller Vitamine!

      Ich finde es super, dass Du keinen Alkohol mehr trinkst! Ich vermisse es im Moment auch nicht, aber es wird wahrscheinlich der ein oder andere Anlass kommen, bei dem ich wieder zu einem Glas Sekt greife.
      Wenn Du wirklich mit Zucker aufhören möchtest (und es gibt ja genügend andere leckere Süßungsmittel), dann mach es doch genauso wie damals beim Alkohol. Und irgendwann ist es ganz normal und der Heißhunger ist weg.
      Was mir auch noch hilft: Ich sage mir nicht, dass ich FÜR IMMER auf Zucker, Alkohol usw. verzichte, sondern gebe mir jeden morgen das Versprechen, dass ich HEUTE darauf verzichte.

      Bei Kohlenhydraten nehme ich es nicht so streng. Ich versuche weitgehend (aber nicht komplett) auf Gluten zu verzichten und damit fallen die typischen Nudeln und vor allem Brot erstmal weg. Kartoffeln esse ich, genauso dunklen Reis, Quinoa, Couscous usw.

      Ein extra Post über Crazy Sexy Diet ist in Planung, da gehe ich dann noch mal ausführlicher auf alles ein! (:

      Viele liebe Grüße, Anna

  2. ..danke da freue ich mich auf die Ausführunge, das Programm betreffend….

    ..hm..das mit dem Alkohol war schon was anderes, ich war reine Partytrinkerin und hatte nie Zweifel, dass mir bei einem Leben ohne Alkohl etwas fehlen könnte, beim Zucker schon und Nudeln mag ich auch so sehr und Brot essen geht eben manchmal schnell…sorry, für meine Zweifel an mir selbst…

    …Freu mich auf die Posts…

    vlap, ms. v.

    • Liebe Leute, macht euch doch nicht so einen Stress mit dem Zucker. Ich nehme auch nur noch Vollkornnudeln und -reis. Aber ich esse auch Süßes und ab und an mal ein Weißmehl Baguette – ein bisschen Genuss gehört zum Leben dazu.
      Was mir wirklich unbegreiflich ist, dass immer noch dieses Glutenzeugs im Internert rumgeistert. Warum wollt ihr auf Gluten verzichten? Seid ihr intolerant – ok. Wenn nicht, dann gibt es dafür keinerlei Grund. Gluten ist nicht giftig, verklebt nicht die Organe oder macht sonst irgendwas mit euch. Was ungesund ist, sind Weißmehlprodukte. Achtet also lieber darauf, dass ihr vermehrt VK verwendet. VK – sowie die Ballaststoffe darin – ist sehr gesund, weil v. a. im VK viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten sind. Im Weißmehlzeug ist das alles weg. Gluten ist nicht der Feind, sondern raffinierte Lebensmittel.
      Und auf Zucker kann man auch nicht ganz verzichten, weil er auch in Obst, Gemüse und anderen Lebensmitteln vorhanden ist. Außerdem wäre es sehr schädlich komplett auf Zucker zu verzichten, weil der Körper ca. 50 g externen Zucker für die Aufrechterhaltung der Organfunktionen (Hirn, Niere, Erythrozyten) braucht. Nehmt ihr weniger als 40 Energie% KH zu euch, könnte eine Ketose resultieren und damit einher geht der Anstieg eines Entzündungsparameters im Körper (nur so nebenbei). Auch muss der Körper nicht detoxifiziert werden, weil es soetwas wie Schlacken überhaupt nicht gibt.
      Das ist zumindest das, was ich im Studium (Ernährungsmedizin) gelernt habe.

      • Liebes Federchen, danke für Deinen Kommentar!
        Ich stimme Dir in fast allen Punkten zu.
        Wahrscheinlich hätte ich meine Begrifflichkeiten erstmal genauer definieren müssen. Mit „Zucker“ habe ich den handelsüblichen weißen oder braunen Zucker gemeint, sowie alle Fertigprodukte, in denen dieser in großen Mengen vorkommt. Ich esse ja derzeit sehr viel Obst, nehme also viel Fructose zu mir und süße ansonsten mit Agaven- oder Ahornsirup.
        Ich verzichte auf raffinierten Zucker und hochverarbeitete Lebensmittel, weil ich glaube, dass diese meinem Körper nicht gut tun und nicht zu meinem Wohlbefinden beitragen. Wie beim Veganismus geht es hierbei nicht um Verzicht – und ich werde auch ganz sicher ab und zu normalen Zucker essen!
        Genauso ist es mit Gluten. Ich habe eigentlich keine Angst, dass es meinem Körper schaden könnte – genausowenig wie ich glaube, dass Margarine furchtbar ungesund ist. Mich interessiert aber der Versuch, wie es sich (weitgehend) ohne Gluten lebt – mein Fokus liegt aber wirklich darauf, Weißmehlprodukte wegzulassen.

        Der letzte Punkt interessiert mich nun aber schon: Sind die ganzen Fastenkuren und -Programme, die angeboten werden, tatsächlich wirkungslos, bzw. ernährungsmedizinisch nicht notwendig oder wünschenswert?
        Und noch eine weitere Frage: Kris Carr schreibt auch viel über den Säure-Basen-Haushalt – sollte man darauf tatsächlich achten?

        Danke & Liebe Grüße,
        Anna

  3. Liebe Anna,

    hast du eine E-Mail Adresse, unter der ich dir die ganzen Fragen beantworten kann? Ich mache das ungern als Kommentar.

    Liebe Grüße,
    Federchen

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