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Goodbye 2012.

Der vorletzte Tage des Jahres 2012. Ich sitze auf der Couch und nasche Wasabi-erdnüsse aus dem Asiamarkt und genieße die Sonne, die ins Zimmer fällt. Die Tage vor Silvester stimmen mich immer nachdenklich. Was erwartet mich 2013? Wie schließe ich 2012 ab? Welche besonderen Erlebnisse brachte das vergangene Jahr, was habe ich gelernt?
Am Donnerstag habe ich meine liebste Freundin Linda besucht und wir saßen in einem kuscheligen Café während es draußen regnete und haben unseren Soja Latte Macchiato getrunken und über die letzten zwölf Monate gesprochen. Im Dezember vor einem Jahr haben wir beide einen Brief an uns selbst verfasst und all unsere Wünsche und Hoffnungen für 2012 niedergeschrieben. Die Briefe hatten wir damals ausgetauscht und haben sie uns jetzt zurückgegeben und nach einem Jahr das erste Mal wiedergelesen. Ich hatte nicht viele Wünsche für 2012, dafür umso mehr Ziele und die Hoffnung, dass sich einige Beziehungen, die Ende 2011 ungeklärt waren, ordnen würden.
Ich muss zugeben, dass ich einen Großteil meiner Ziele nicht erreicht habe (da der Zielzustand nicht konkret genug formuliert war, ich nicht am Ball geblieben bin und mir zu viel auf einmal vorgenommen hatte). Ich war aber überrascht, wie sehr sich die Beziehungen zu meinen Mitmenschen innerhalb eines Jahres geändert haben. Manche Freundschaften haben sich verfestigt, andere gingen zu Ende.
Freitag morgen nach den langen Gesprächen mit Linda habe ich meinen Brief für das Jahr 2013 begonnen. Viele Dinge sind im letzten Jahr zu kurz gekommen, Lesen, Theater- und Konzertbesuche, meine Gesundheit, Besuche bei Freunden, die etwas weiter weg wohnen. Da Anfang 2013 hoffentlich endlich unsere vierbeinige Mitbewohnerin bei uns einzieht, werde ich mir meine freie Zeit noch besser einteilen müssen!
Im Rahmen meines Happiness Projects werde ich mich ab Januar erstmal auf meine Gesundheit konzentrieren, und ab dem 01.01. auf Alkohol und Zucker verzichten. Außerdem möchte ich versuchen, fünf Portionen Obst am Tag zu essen, weiterhin drei mal die Woche Sport zu machen und mehr Mineralwasser zu trinken. Hoffentlich bekomme ich so die nötige Energie für die anstehenden Prüfungen ab Februar…

Was sind eure Pläne und Ziele für 2013?

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Weihnachten mit Wheaty

Das Feiertagsfieber habe ich hinter mir gelassen und mittlerweile habe ich mich schon kopfüber in die Neujahrsvorbereitungen gestürzt. Trotzdem möchte ich noch einige Eindrücke meiner Weihnachtstage mit euch teilen – denn dieses Jahr war wirklich alles rundum vegan und es gab einige kulinarische Highlights.

Kurz vor Weihnachten hatte ich Geburtstag, ein Tag, den ich fürchte und am liebsten ignoriere. Meiner Mutter und meinem wunderbaren Freund habe ich es zu verdanken, dass ich den Tag trotz allem genießen konnte. Den Vormittag haben wir auf der Couch verbracht, ausgiebig gefrühstückt und Dr. House geschaut. Gegen Abend sind mein Freund und ich zu meiner Mutter gefahren, die für uns ein veganes Menü vorbereitet hatte! Ich bin sehr dankbar, dass meine Mutter meiner Ernährungsweise gegenüber so offen ist und genügend Ideen hat, was man leckeres veganes kochen kann. Ein ganzes veganes Menü vorzubereiten war dann aber doch eine neue Herausforderung für sie (:
Als Vorspeise gab es Kürbis-Ingwersuppe, die so köstlich war, dass ich mich schon daran hätte satt essen können! Dazu gab es frisches Baguette, eine Avocado-Apfel-Creme und eine Karotten-Cashewkäse-Creme. Anschließend gab es Spaghetti mit selbstgemachter Pesto aus Cashews, Mandeln, frischem Basilikum und Olivenöl. Danach waren wir eigentlich alle satt. Meine Mutter hatte mir aber noch einen Geburtstagskuchen gebacken. Statt im Internet nach einem Rezept zu suchen, hat sie sich direkt daran gewagt, ihr normales Kirschkuchen-Mürbeteig-Rezept zu veganisieren. Gar nicht so einfach, da im Originalrezept Eier, Butter, Sahne und Gelatine verwendet wird! Den ursprünglichen Sahneguss hat sie mit verschiedene Nüsse ersetzt und diese in Margarine und mit etwas Zucker karamellisiert. Sie selbst war vom Ergebnis so begeistert, dass sie den Kuchen nun öfter so backen wird!

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An Heiligabend war ich dann mit Kochen dran. Schon vormittags habe ich die Knödelmasse vorbereitet und dann ganz geduldig Knödel um Knödel gerollt und anschließend in Frischhaltefolie verpackt. Dreißig Knödel für acht Personen waren auf jeden Fall zu viel – aber hinterher ist man ja immer klüger!
Dazu gab es wie angekündigt Rotkraut (aus dem Glas), das wir mit Zwiebeln und Apfel verfeinert haben. Die Rosmarin-Rouladen von Wheaty habe ich schon etwas früher angebraten und dann im Backofen warmgehalten. Als letztes habe ich eine braune Einbrenne gemacht und diese mit 500ml Gemüsefond, getrockneten (vorher eingeweichten) Steinpilzen und Sojacuisine abgeschmeckt.
Besonders gefreut hat mich, dass es allen aus meiner Familie gut geschmeckt hat und manche meinten, dass man bei den Rouladen wirklich kaum einen Unterschied zu richtigem Fleisch schmeckt. Nur den Hundetest hat Wheaty nicht bestanden: Unser Familienhund Tinka hat es abgelehnt, die Rouladen zu probieren (;

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Den zweiten Weihnachtsfeiertag haben wir bei der Familie meines Freunds verbracht. Ich hatte mir vorher keine Gedanken gemacht, ob es dort etwas veganes zu essen geben würde. Seine Eltern wissen zwar, dass ich vegan lebe, ich will bei so etwas aber nicht so viel Aufmerksamkeit erregen und denke mir immer, dass ich schon irgendetwas zu essen finden werde.
Mehr als überrascht war ich, dass die Mutter meines Freundes aber einfach an alles gedacht hat! Zum Abendessen war Fondue geplant – eigentlich ein typisches Fleischgericht, aber es gab reichlich Gemüse und alle Soßen waren aus dem Bioladen und vegan. Das Beste war aber der Nachtisch: Schokocreme aus Seidentofu mit Kokossahne. Nicht nur für mich, sondern für die gesamte Familie.

Mein Weihnachtswunsch war gewesen, dass an den Feiertagen so wenig Fleisch wie möglich gegessen wird und ich bin glücklich und dankbar, dass sich meine Familie tatsächlich in vielerkei Hinsicht darauf eingelassen hat. Auch wenn es für viele leidende Tiere keinen großen Unterschied macht, war es ein kleiner Schritt in die richtige Richtung!

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NEU: Laika Magazin

Vorgestern habe ich mir selbst eine kleine Freude gemacht und die erste digitale Ausgabe des Laika-Magazins bestellt. Leider habe ich das PDF erst heute morgen erhalten, dazu gleich mehr. Hier aber erstmal ein kurzer Überblick über das neuste (und bisher wohl einzige) vegane Lifestyle-Magazin!

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Die Facts:

» Erscheint vierteljährlich
» Kosten für die digitale Ausgabe: 6$ (umgerechnet etwa 4,70 Euro) Single Issue, 20$ Digital Subscription
» Noch bis Ende Dezember werden 10% der Einnahmen an Farmsanctuary gespendet
» Inhalte: Vegane Mode & Kosmetik, Rezepte, Reisen, Interviews
» Die erste Ausgabe hat 66 Seiten, davon sind gerade mal zwei Seiten Werbung

Mein Eindruck:

Zunächst mal: Ich bin kein großer E-bookfan und mag es eigentlich nicht, Bücher und Zeitschriften am PC zu lesen. Andererseits bin ich sehr dankbar für die Möglichkeiten, die uns das Internet heute bietet: Ich habe z.B. die Online-Ausgaben des Chickpea Mag abonniert – eine Zeitschrift, die ich mit großer Begeisterung lese und die mir nur durch das Internet zugänglich gemacht wird. Und so ist es auch mit dem Laika-Magazin, von dem ich das erste Mal über Facebook erfahren habe.
Heute morgen habe ich also bei einer ersten Tasse Kaffee das PDF durchgeblättert und war positiv überrascht. Das Titelbild gefällt mir nicht (eine hübsche Frau, die mit einem Welpen oder einem Schweinchen kuschelt, hätte ich als passender empfunden), der Rest des Magazins hingegen schon. Das Layout entspricht einer typischen Modezeitschrift nur ohne die nervige Werbung. Gleich auf der ersten Seite habe ich mich in die Taschen von Melie Bianco verliebt, aber hier ist auch der große Nachteil an internationalen Online-Magazinen: Die vorgestellten Marken gibt es meist nur in den USA zu kaufen. Auf der Rezeptseite wurden neue vegane Lebensmittel vorgestellt, so zum Beispiel der Bee Free Honee, den es zwar auf amazon.com, leider aber nicht auf amazon.de zu kaufen gibt.
Gefreut habe ich mich aber über den langen Artikel über Ruby Roth und Justin Bua, über das Make-up-Special von Melisser Eliott (ihr Buch The Vegan Girl’s Guide to Life steht in meinem Regal) und über die schöne Bilderserie von Vaute Couture. Auch das Thema Tierschutz kommt nicht zu kurz, mit einem Artikel geschrieben von James McWilliams. Ein Exzerpt seines Artikels gibt es hier.

Übrigens habe ich mich zunächst ziemlich über den Titel gewundert. Laika fand ich, nunja, ehrlich gesagt ziemlich langweilig und wenig originell. Ein bisschen Internetrecherche hat mich dann aber zu dem Ursprung der Namensgebung gebracht und damit kann ich mich auch mit dem Titel anfreunden: Laika Magazin ist nach der Hündin Laika benannt, die 1957 von den Sowjets ins All geschickt wurde und bereits kurz nach Start der Rakete starb.

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Momentan scheint es in der Laika Redaktion noch drunter und drüber zu gehen. Ich hatte die digitale Ausgabe am Donnerstag über die Website bestellt – angeben musste ich lediglich meinen Namen und meine Emailadresse. Es folgte der normale Check-out via Paypal, dann die Zurückleitung auf die Website, wo ich mit den Worten „Sie erhalten in Kürze Ihr Laika-Magazin per Email“ (natürlich auf Englisch) verabschiedet wurde. Und dann habe ich auf eine Bestätigungsemail gewartet und am selben Abend noch gefühlte hundertmal meinen Spam-Ordner durchstöbert. Nichts.
Einen Tag später war ich dann sicher, dass ich meine Email-adresse falsch angegeben habe und schrieb kurzerhand eine verzweifelte Email an Laika. Wenig später erhielt ich eine sehr freundliche Email von Julie Gueraseva (Gründerin und Creative & Editorial Director von Laika) mit einer Entschuldigung, das Laika-Team sei überfordert mit den vielen Anfragen innerhalb der ersten Woche. Ich war ehrlich gesagt nicht auf die Idee gekommen, dass in heutiger Zeit die Antwort-Emails mit den PDFs nicht automatisch generiert und verschickt werden…
Das Warten hat sich aber auf jeden Fall gelohnt und falls ihr euch auch die erste Ausgabe bestellt und nicht direkt das PDF zugesendet bekommt, habt ein wenig Geduld!

Bestellen könnt ihr Laika hier.
Fotos mit freundlicher Genehmigung von © 2012 Laika Magazine.


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Weihnachtsplätzchen

Seit einigen Jahren stelle ich in der Adventszeit fest, dass ich mittlerweile die Einzige in der Familie bin, die sich noch die Mühe macht, Plätzchen zu backen. Meine Oma hat ohnehin nie Plätzchen gebacken, da sie von ihren Freundinnen schachtelweise Weihnachtsgebäck gereicht bekam. Ich erinnere mich noch daran, wie meine Oma mir früher von einer guten Freundin erzählte, die schon Wochen vor Weihnachten mit dem Backen anfing, da sie jedes Jahr 40 verschiedene Sorten Plätzchen anfertigte.
Ganz so eifrig bin ich leider nicht. Mir blieben nur heute ein paar Stunden Zeit, um unsere Weihnachtsdosen für den 24. zu füllen. Daher habe ich mich auch auf zwei Sorten beschränkt, Spitzbuben (in einer vereinfachten Version – meine Mutter zaubert die besten Spitzbuben auf der Welt, natürlich dreistöckig) und Vanillekipferl. Da unsere freien Küchenoberflächen spärlich sind, habe ich die vorbereiteten Backbleche auf dem Boden gestapelt und mich dabei ein bisschen wie Pipi Langstrumpf gefühlt.
Acht Bleche mit Plätzchen konnte ich füllen, einen Teil der Herzen habe ich mit verschiedener Marmelade oder Nussnugatcreme zusammengesetzt, alle anderen habe ich mit einer Zitronenglasur mit frisch geriebener Zitronenschale verziert.
Jetzt gönne ich mir erstmal einen Kaffee, bevor ich meine Weihnachtseinkaufliste anfertige (:

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Wochenrückblick

Ein etwas verspäteter Rückblick meiner letzten Woche. Momentan bin ich komplett mit Weihnachtsgeschenkeverpacken und Plätzchenbacken beschäftigt. Außerdem stapeln sich die Welpenbücher neben unserem Bett, da im Februar unsere kleine Pickles zu uns stoßen soll. Ich könnte stundenlang auf Youtube Hundevideos anschauen mit ganz vielen Herzchen in den Augen. Aber mein Dauerfavorit ist einfach Denver.
Am Wochenende habe ich meine Mutter besucht und wir haben zusammen durch unsere alten Hundebücher geblättert, die meine Mutter gekauft hatte als Happy noch ganz klein war. Es tat gut, zurückzublicken und sich an die tolle Zeit, die wir mit Happy erleben durften, zu erinnern. Aber drei Jahre nach Happys Tod erwartet mich 2013 meine nächste große Hundeliebe!

„Gekocht“ habe ich für meine Mutter und mich Flammkuchen mit Wilmersburger Pizzakäse – so lecker!
Außerdem kam letzte Woche mein Päckchen von der Vleischfabrik mit ganz viel Schokolade von Moo Free (:
Die silber-weiß verpackten Päckchen sind meine Weihnachtsgeschenke für meine Liebsten.
Und das letzte Bild? Das ist ein Vor-Geburtstagsgeschenk von meiner Oma. Zukünftig kann ich also qualitativ hochwertigere Fotos für meinen Blog machen!

Euch möglichst stressfreie Vorweihnachtstage! (:

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Probekochen für Weihnachten

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Weihnachtsvorbereitungen stehen an. Mein Freund und ich haben uns entschieden, zum Weihnachtsessen die Rosmarin-Rouladen von Wheaty zu servieren. Deshalb habe ich letzte Woche noch schnell bestellt – und musste feststellen, dass die Rouladen in vielen Onlineshops schon ausverkauft sind! Alles Vegetarisch hat uns aber gerettet und so ist unser Kühlschrank nun bis oben hin mit Rouladen gefüllt (:
Ich konnte auch meine Familie (bis auf eine Person) überzeugen, an Weihnachten vegan zu essen. Damit trage ich aber auch eine große Verantwortung – schließlich will ich am liebsten die ganze Familie für die vegane Lebensweise gewinnen! Zu den Rouladen werde ich Semmelknödel, Rotkraut und eine Steinpilzsoße machen. Damit am Festtag auch alles klappt, habe ich gestern vorsichtshalber noch mal an meinem Semmelknödel-rezept getüftelt! Dem Freund hat es geschmeckt und ich bin auch zufrieden!
Was werdet ihr an Weihnachten kochen?

Zutaten (für circa 8 Semmelknödel):

» 5 Kaiserbrötchen vom Vortag
» 1 EL Egg Replacer
» 1 Bund Petersilie
» 1 Zwiebel
» 250ml Sojamilch
» Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1. Die Brötchen zerkleinern. Ich habe sie von Hand auseinander“gepflückt“, alternativ kann man sie (sofern sie schon sehr trocken sind) mit einem Kartoffelstampfer zerkleinern. Oder einfach direkt Semmelbrösel (etwa 300g) nehmen (:
2. Die Zwiebel sehr klein schneiden, die Petersilie hacken. Beides zu den zerkleinerten Brötchen geben. Den Egg Replacer untermischen und die Sojamilch darübergießen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Masse gut vermischen und 15min durchweichen lassen.
3. Nach den 15 Minuten daraus Knödel formen. Dafür die Hände zwischendurch immer wieder mit kaltem Wasser befeuchten. Die Masse sollte nicht zu klebrig sein. Wenn das der Fall ist, noch etwas Mehl untermischen.
4. Einen großen Topf mit Wasser füllen und erwärmen. Das Wasser darf nicht kochen!
5. Die Semmelknödel erst in Frischhaltefolie und dann noch einmal in Alufolie einwickeln.
6. Für 20min in das siedende Wasser geben, dann sollten sie fertig sein!

Noch eine Anmerkung: Wer Bedenken wegen Alu- und Frischhaltefolie hat, kann die Knödel auch in ein sauberes Geschirrtuch einwickeln und dieses mit Paketschnur zubinden und so ins Wasser geben!

Guten Appetit!

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