The Happiness Project und die Suche nach der Zeit

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Nur noch wenige Tage bis Dezember, nur noch wenige Tage bis Linda und ich unser Happiness-Projekt beginnen. Seit einem Monat beschäftige ich mich nun mit Glücksforschung. Ich habe beide Bücher (The Happiness Project und Happiness at Home) von Gretchen Rubin gelesen, ich habe erste Anregungen umgesetzt und für gut befunden und recherchiert und Ideen gesammelt. In zahlreichen Word-Dokumenten habe ich meine ersten Gedanken zu meinem persönlichen Glück niedergeschrieben und mich der Frage gestellt, was ich gerne in meinem Leben ändern möchte, damit ich noch glücklicher werde. Und hier trat auch das erste Problem auf: Was ich gerne in meinem Leben ändern möchte? Mehr Zeit für das Wesentliche finden. Warum ich das nicht längst getan habe? Ich habe keine Zeit, um mir Gedanken darüber zu machen, wie ich mir mehr Zeit nehmen kann.
Seit Längerem laufe ich da im Kreis. Mein Leben scheint zu voll und gleichzeitig fehlt es an vielem. Ich kann mich für tausende Dinge begeistern, aber habe Probleme, Prioritäten zu setzen. Als ich heute kurz an der Uni war, bin ich an einem Amnesty-Infostand gegen die Todesstrafe vorbeigekommen. Viele meiner Freundinnen sind in der Amnesty-Hochschulgruppe. Ich mag Amnesty. Ich befürworte ehrenamtliches Engagement. Und natürlich dachte ich mir gleich „hey, das solltest du unbedingt auch machen!„. Dummerweise habe ich keine Zeit für zusätzliche wöchentliche Termine. Ich bin gerade dabei, den ersten VEBU-Stammtisch in unserer Stadt vorzubereiten, der übermorgen – bei uns im Wohnzimmer – stattfindet. Ich bearbeite mehrere Email-Anfragen pro Tag. Ich muss morgen drei Kuchen backen. In die VEBU-Sache bin ich auch so reingerutscht, weil ich in irgendeinem Moment mal dachte, dass es total toll wäre, VEBU-Ansprechtpartner für meine Stadt zu werden. Dass daran einige andere Aufgaben wie Stammtisch organisieren, regelmäßige Rundmails und die Pflege einer zusätzlichen Homepage gehören, hatte ich im ersten Moment nicht bedacht. Das alles wäre zeitlich auch gut zu managen – wenn es denn das einzige wäre. Allerdings sage ich relativ oft „oh, das klingt spannend, das mache ich (auch noch)!„.
Wie also lerne ich ein besseres Zeitmanagement? Nachdem ich längere Zeit im Internet nach spannenden Büchern zum Thema gesucht hatte, fiel mir auf, dass eine solch zeitintensive Literaturrecherche wahrscheinlich meinem dahinterliegenden Ziel, Zeit einzusparen, nicht gerade zuträglich ist. Also habe ich beschlossen, im kommenden Monat nur auf wenige Quellen zu Zeitmanagement zurückzugreifen. Ich habe mir eine Sonderausgabe von Spiegelwissen mit dem Titel Mehr Zeit bestellt. Und ich habe mein heißgeliebtes The Power of Less von Leo Babauta aus dem Bücherregal gezogen und auf meinem Nachttisch platziert. Auch wenn ich gerne die GESAMTLITERATUR über Zeitmanagement, die momentan auf dem Markt ist, lesen würde, konzentriere ich mich auch hier auf das Wesentliche.
Im Headermenü habe ich eine neue Seite mit dem Titel THP (The Happiness Project) angelegt und meine ersten Ziele für Dezember festgelegt. Erst wenn ich die Art des Haushaltens mit meiner Zeit gelernt habe, kann ich 2013 mit meinen wirklichen Glücksaufgaben beginnen.

Übrigens: Glück ist, kein lästiges Blutdruckmessgerät am Arm zu haben.


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Autor: annagoesvegan

Anna. 23 Jahre. Psychologiestudentin. Seit acht Jahren Vegetarierin. Seit Juli 2012 vegan.

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