The Happiness Project

4 Kommentare

Wie schon ein paar mal angekündigt, stelle ich euch nun heute endlich mein neues Projekt vor.
In der Zeit während und nach dem Umzug habe ich das Buch The Happiness Project und später auch Happier at Home von Gretchen Rubin gelesen. Das Buch hatte ich irgendwann im September gekauft – zu einem Zeitpunkt, an dem ich ein bisschen Lebensfreude gut brauchen konnte. Die gleichen Umstände, die mich damals, vor zwei Monaten, unglücklich und unzufrieden gemacht haben – Prüfungsvorbereitung, gesundheitliche Probleme, Umzugsstress – haben mich dann aber auch daran gehindert, das Buch schon früher zu lesen.
Als ich in der neuen Wohnung meine Bücher aus den Umzugskisten nahm, fiel es mir wieder in die Hände. Direkt im ersten Absatz fand ich mich wieder:

I’d always vaguely expected to outgrow my limitations.
One day, I’d stop twisting my hair, and wearing running shoes all the time, and eating exactly the same food everyday. I’d remember my friends‘ birthdays, I’d learn Photoshop, I wouldn’t let my daughter watch TV during breakfast. I’d read Shakespeare. I’d spend more time laughing and having fun, I’d be more polite, I’d visit museums more often, I wouldn’t be scared to drive. (p. 1)

Ich habe auch so eine Irgendwann-Liste in meinem Kopf. Irgendwann schaffe ich es, keine Termine mehr zu versäumen, weil ich meinen Kalender ordentlich führe. Irgendwann stehe ich jeden morgen um 5 Uhr auf, damit ich mehr vom Tag habe. Irgendwann werden meine Nägel immer perfekt lackiert sein und ich werde alle drei Monate meine Spitzen schneiden lassen. Irgendwann mache ich fünf mal die Woche Sport. Irgendwann denke ich an alle Geburtstage und verschenke nur Selbstgemachtes. Irgendwann sehe ich mir all die abgespeicherten Photoshoptutorials auf Youtube an. Irgendwann frische ich meine Französisch-, Spanisch-, Italienisch- und Schwedischkenntnisse wieder auf. Irgendwann lese ich all die Bücher, die sich neben meinem Bett stapeln. Irgendwann schreibe ich meinen ersten Roman.

Das wiederum erinnert mich an ein Zitat, das lange mein Motto war: Someday is not a day of the week.

Gretchen Rubin regt in ihrem Buch immer wieder an, ein eigenes Happiness Projekt zu beginnen, da jeden Menschen andere Dinge glücklich machen. Während viele meiner Freunde sich auf einer Party am wohlsten fühlen, bin ich mit einem guten Buch im Bett absolut zufrieden zu stellen. Auch wenn Freude zu den sieben Basisemotionen zählt, so sind es ganz unterschiedliche Dinge, die Menschen erfreuen. Nur war es gar nicht so einfach, eine Liste meiner täglichen Freuden zu erstellen wie ich gedacht hatte. Und dabei bin ich an einem guten Punkt in meinem Leben. In absehbarer Zeit werde ich mit meinem Bachelor fertig sein, ich bin als HiWi angestellt und habe das große Glück, von zuhause arbeiten und mir meine Zeit frei einteilen zu können, ich bin erst kürzlich mit meinem Freund in eine wunderschöne große Wohnung gezogen und wir bereiten uns langsam auf die verantwortungsvolle Aufgabe vor, im Februar einen Welpen bei uns aufzunehmen. Ich habe gleich drei beste Freundinnen, denen ich all meine Sorgen anvertrauen kann. Mein Leben ist momentan frei von größeren Konflikten oder Belastungen. Dank meiner Entscheidung, mich vegan zu ernähren, stehe ich heute für meine ethischen Ansichten ein.
Ich war aber nicht zu jedem Zeitpunkt in meinem Leben so glücklich und werde es wahrscheinlich auch in Zukunft nicht immer sein. Warum also nicht ein eigenes Happiness Projekt, um mir selbst noch einmal zu verdeutlichen, wie viel wir zu unserem eigenen täglichen Glück beitragen können.

Einige Anregungen habe ich in den letzten beiden Wochen schon ausprobiert. Ich habe mich gezwungen, mehr zu lächeln (was an manchen Tagen viel schwerer ist als an anderen) und war wirklich besserer Stimmung. Ich habe versucht, in allem das Positive oder zumindest eine Herausforderung zu sehen. Und nicht zuletzt habe ich schon einmal damit begonnen, meine Fortschritte zu dokumentieren. Einerseits in meinem One Sentence Journal, in dem ich meinen Tag in einem Satz zusammenfasse. Andererseits in meinem normalen Tagebuch, das ich eingestaubt aus einer Umzugskiste hervorgezogen habe.

Glücklicherweise werde ich dieses Projekt nicht alleine angehen, sondern werde von meiner liebsten Freundin Linda begleitet. Beginnen werden wir mit unserem Vorhaben ab Dezember in einem Probemonat, in dem ich mich vor allem den Fragen Zeitmanagement und Prioritätensetzen widmen werde und außerdem ein paar grundlegende Routinen einführen muss, damit ich meine Erfolge oder Misserfolge festhalten und evaluieren kann. Natürlich muss nicht alles gelingen. Festzustellen, was mich nicht glücklich bzw. sogar unglücklich macht, kann auch ein Schritt in Richtung mehr Erkenntnis sein!
Meine wichtigsten Einsichten werde ich hier mit euch teilen.

Falls ihr unsicher seid, ob das Happiness Project auch etwas für euch sein könnte, informiert euch doch erstmal auf Gretchen Rubins Blog, auf dem man auch ein Probekapitel lesen kann.

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Autor: annagoesvegan

Anna. 23 Jahre. Psychologiestudentin. Seit acht Jahren Vegetarierin. Seit Juli 2012 vegan.

4 Kommentare zu “The Happiness Project

  1. Das Buch hört sich wirklich toll an 🙂 Ich glaube, das sollte ich demnächst auch lesen 🙂

    • Mich hat es sehr inspiriert! Und da ihr Happiness Project im Januar startet, ist es ganz schön, es kurz vor Weihnachten zu lesen oder sich zu Weihnachten zu wünschen! Teuer ist es auch nicht! (:

  2. Das Buch steht auch schon länger auf meiner Wunschliste… Gretchen hat übrigens auch einen youtube channel, mit teilweise echt interessanten Beiträgen 🙂

    • Auf Englisch kostet es nur noch 6,30 Euro bei Amazon! Und die englische Ausgabe ist um einiges schöner als die deutsche, finde ich.
      Den Youtube-Channel kenne ich, aber ich nehme mir selten die Zeit, so etwas anzuschauen. Lesen liegt mir da irgendwie mehr…

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