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THP – Monat Dezember

Morgen geht es los, das Happiness Project. Linda und ich haben in den letzten Tagen so viele Emails und Whatsapp-Nachrichten ausgetauscht und obwohl ich über einen Monat Zeit für die Vorbereitungen hatte, sind meine Aufgaben für Dezember trotz allem noch nicht so klar umgrenzt wie ich mir das gewünscht hätte.
Ich habe tausende Ideen, was ich gerne verändern würde, und muss mich ständig selbst bremsen, da ein Zuviel an Vorhaben ein Missglücken sehr wahrscheinlicht macht. Ich habe mir ja schon vor zwei Wochen vorgenommen, wieder täglich Tagebuch zu schreiben – und schon das klappt nur selten. Mein anderes Ziel – drei mal die Woche Sport machen – konnte ich zwar bisher einhalten, erfordert aber auch ein bisschen mehr Organisation und Überwindung als gedacht.
Was also habe ich mir für Dezember vorgenommen?

1. Routinen einführen.
Man sagt, dass man etwas mindestens dreißig mal tun muss, damit es tatsächlich zu einer Gewohnheit und somit zur täglichen oder wöchentlichen Routine wird. Dreißig mal muss ich mich also überwinden, zwingen oder mir schlicht und ergreifend die Zeit nehmen, etwas zu machen, bevor es irgendwann fast automatisch abläuft, da es fest in meinen Alltag integriert ist.
Ich habe mir sechs Dinge vorgenommen, die ich täglich umsetzen möchte und die sich verschiedenen Bereichen zuordnen lassen.
Morgens beim ersten Kaffee möchte ich mir die Zeit nehmen, eine to-do-Liste für den Tag zu schreiben und dabei trainieren, mir möglichst realistische Ziele zu setzen. Statt wie üblich auf irgendwelchen Zetteln rumzukritzeln, habe ich mir dafür extra ein Buch angelegt, damit meine Listen endlich mal geordnet sind und ich den Überblick behalte. Zur Inspiration für den Tag möchte ich jeden Morgen einen Post von Leo Babauta auf Zenhabits lesen – der besten Seite, wenn es um Minimalismus, Organisation und Vereinfachen geht. Vielleicht kann ich ein paar der Anregungen mit in den Tag nehmen und direkt umsetzen. Abends werde ich mir 15 Minuten Zeit nehmen, um aufzuräumen – die kleinen Dinge, die ich sonst über den Tag verteilt in meinen Pausen erledige, wie etwa Spülmaschine einräumen, das Chaos auf dem Schreibtisch ordnen, die Sofakissen ausschütteln usw. Ich erhoffe mir, dass ich morgens bessere Laune habe, wenn ich nicht direkt mit Unordnung konfrontiert bin.
Den Tipp, fünf Dinge täglich auszusortieren, habe ich im Internet gelesen. Ich habe zu viele Besitztümer, die mich belasten und zu viele Dinge, die ich nicht brauche und die im Schrank oder in Umzugskisten verstauben. Allein der Gedanke an eine große Ausräumaktion überfordert mich – aber fünf Dinge täglich auszusortieren, scheint machbar zu sein.
Die letzten beiden Routineaufgaben werde ich vermutlich zeitlich zusammenlegen: Täglich Tagebuch schreiben und einen Satz in Gretchens One Sentence Journal eintragen. Ich habe mir extra eine Erinnerung ins Handy eingespeichert, damit ich mir auch abends tatsächlich die Zeit nehme, um ein paar Gedanken zum Tag aufzuschreiben. Nur so kann ich auch meine Stimmung und meine Fortschritte festhalten und rückblickend bewerten.

2. Meine Arbeitszeit aufschreiben.
Wenn mein Freund mich abends fragt, was ich den Tag über so gemacht habe, habe ich immer eine ganze Liste an Dingen zu erzählen – und zugleich werde ich nie das Gefühl los, dass ich an meinen momentan wichtigsten Aufgaben (HiWi-Job, Bachelorarbeit, Prüfungsvorbereitung) nicht wirklich gearbeitet habe.
Da ich in diesem Semester kaum Uni habe, bin ich weitgehend zuhause und mein Arbeitsplatz ist grob gesagt unser Wohnzimmer. Ich genieße es sehr, dass ich das Glück habe, dass ich mit meiner Arbeitszeit so flexibel bin, aber es bringt auch einige Nachteile mit sich. Um besser einschätzen zu können, wie lange ich tatsächlich an einzelnen Aufgaben sitze und wieviel Zeit ich für meine drei Hauptarbeiten investiere, werde ich in den kommenden Wochen notieren, wann ich was mache – und hoffe, dass das Ergebnis aufschlussreich ist und mein Gewissen beruhigt.

3. Drei mal die Woche 30 Min Workout.
Dazu hatte ich ja nun schon einiges geschrieben und mein netter Arzt hat mich gestern noch mal daran erinnert, dass es wirklich wichtig wäre, dass ich mit Sport beginne. Allerdings muss ich wohl mindestens drei Monate lang mein Sportprogramm durchziehen, bis es zu einer festen Routine in meinem Alltag wird.

4. Eins meiner Projekte aufgeben.
Als ich Gretchens Task Abandon a project gelesen habe, hat mir zunächst nicht eingeleuchtet, was sie damit erreichen möchte und wie das zu ihrem Glück beitragen kann. Ich war auch ein wenig enttäuscht, dass sie letztendlich nur ein Bastelprojekt aufgegeben hat, aber was soll’s.
Nachdem ich hier ja auch schon festgestellt habe, dass ich zu viele Interessen, Vorhaben, Hobbys und Verpflichtungen habe, ist es für mich an der Zeit, eine meiner Aufgaben abzugeben. Auch wenn ich schon weiß, was ich aufgeben werde, kostet es mich einige Überwindung, die dafür nötige Email zu schreiben…

5. Mein Emailfach neu ordnen.
Leo Babauta schreibt in The Power of Less, dass eins seiner „Markenzeichen“ ist, dass sein Postfach immer leer ist. Täglich sortiert er einmal seine Emails aus, beantwortet sie direkt oder archiviert sie. Klingt gut, dachte ich. Nur dass ich 5453 Emails (29.11.2012) in meinem Posteingang hatte. Ich habe mir dann gestern ein bisschen Zeit genommen, neue Archivordner anzulegen und habe erstmal alle Emails aus dem Posteingang in einen einzigen Ordner verschoben. Nun ist es meine Aufgabe, diese Emails nach und nach durchzugehen und zu sortieren. Mein leerer Posteingang wirkt aber tatsächlich beruhigend und ich habe einen viel besseren Überblick, welche Emails noch bearbeitet oder beantwortet werden müssen.

6. Methoden gegen Prokrastination sammeln.
Ich gehöre eigentlich nicht zu den Menschen, die eine Woche vor der Prüfung bemerken, dass es doch recht viel Stoff zu lernen ist oder die das Abgabedatum ihrer Hausarbeit drei mal verschieben. Meine wichtigen Aufgaben bearbeite ich immer sehr gewissenhaft, ich vergesse selten Termine und besitze (leider?) nicht die Fähigkeit, unangenehme Dinge komplett auszublenden. Manchmal lähmt mich mein Perfektionismus und gerade deshalb lege ich meine Zeitpläne immer etwas zu optimistisch fest. Und doch habe ich bisher immer alle Abgabedaten eingehalten und konnte den Lernstoff bis zum Prüfungstermin.
Trotzdem: Ich verspüre das Bedürfnis, meine Arbeitsabläufe zu optimieren. Ich schaue nicht 50 mal am Tag auf Facebook, aber selbst fünf mal sind vielleicht zu viel. Ich beantworte nicht jede Sms innerhalb von 10 Minuten, aber mein Handy liegt trotzdem immer neben mir. Statt Multitasking zu betreiben, möchte ich mein Leben vereinfachen, mich auf eine Sache zu einer Zeit beschränken, um mit 100%iger Konzentration und Arbeitsleistung dabei zu sein. Ja, es würde mich glücklicher und zufriedener machen, wenn ich meine Nagging Tasks schneller erledigen könnte, um dann ohne schlechtes Gewissen eine halbe Stunde lang Sms zu beantworten und auf Facebook zu surfen!

7. Begleitende Literatur.
Hach, was wäre mein Happiness-Project ohne Fachliteratur. Heute wollte ich nur ganz kurz zwei vorbestellte Bücher aus der Bib abholen – und habe dann doch noch zwei weitere Bücher zu Zeitmanagement und eins zu Positive Psychology mitgenommen. Wahrscheinlich sind 80% der Tipps in diesen Selbsthilfebüchern nur niedergeschriebener Menschenverstand. Aber vielleicht sind die 20% der Tipps, die ich noch nicht kenne, ja unglaublich innovativ und bringen mich weiter?
Vorsichtshalber habe ich schon mal Speedreading gegoogelt, da mir im Monat Dezember wahrscheinlich nicht die Zeit bleibt, jedes Buch von vorne bis hinten durchzulesen.

Und zum Schluss?
Linda bloggt jetzt übrigens auch über das Happiness Project.
Ich freue mich auf den ersten Monat. Und darauf, morgen endlich das erste Päckchen unseres Adventskalenders aufzumachen!

We are what we repeatedly do. Excellence, then, is not an act, but a habit.
~Aristotle

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Hail Seitan?

Letzte Woche war es mal wieder an der Zeit, etwas neues (küchentechnisch) auszuprobieren und so hab ich im Bioladen Seitan mitgenommen. Ein bisschen war ich auch angespornt von der Angst, dass mich meine nicht-veganen Freunde fragen könnten, wie Seitan (und Tempeh oder Tofu usw.) denn schmeckt – und ich vermutlich nicht wirklich überzeugend antworten könnte, da ich einfach am Liebsten Gemüse esse. Wozu Fleischersatz? Ich bin seit bald neun Jahren Vegetarierin, ich vermisse kein Fleisch und brauche auch nichts mit einer fleischähnlichen Konsistenz. Was ich aber brauche sind Poteine – der einzige Wert in meinem Blutbild, der ein bisschen zu niedrig war. Seitan = Protein. Also ab in den Einkaufskorb und zuhause an den Herd.
Ich habe ein Rezept von Sarah aus dem Vegan Guerilla-Kochbuch ausprobiert: Seitan-Gemüse in Erdnusssoße, nur mit mehr Gemüse drin.
Und was soll ich sagen? Es war superlecker – bis auf den Seitan.
Vielleicht habe ich ihn falsch zubereitet, vielleicht war die Marinierzeit zu kurz, möglicherweise muss ich einen anderen Hersteller ausprobieren oder ein ganz anderes Rezept. Und vielleicht schmeckt mir Seitan auch einfach nicht. Wenigstens fand mein Freund es lecker und ich muss mir keine Sorgen mehr über seine Proteinquellen machen!





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The Happiness Project und die Suche nach der Zeit

Nur noch wenige Tage bis Dezember, nur noch wenige Tage bis Linda und ich unser Happiness-Projekt beginnen. Seit einem Monat beschäftige ich mich nun mit Glücksforschung. Ich habe beide Bücher (The Happiness Project und Happiness at Home) von Gretchen Rubin gelesen, ich habe erste Anregungen umgesetzt und für gut befunden und recherchiert und Ideen gesammelt. In zahlreichen Word-Dokumenten habe ich meine ersten Gedanken zu meinem persönlichen Glück niedergeschrieben und mich der Frage gestellt, was ich gerne in meinem Leben ändern möchte, damit ich noch glücklicher werde. Und hier trat auch das erste Problem auf: Was ich gerne in meinem Leben ändern möchte? Mehr Zeit für das Wesentliche finden. Warum ich das nicht längst getan habe? Ich habe keine Zeit, um mir Gedanken darüber zu machen, wie ich mir mehr Zeit nehmen kann.
Seit Längerem laufe ich da im Kreis. Mein Leben scheint zu voll und gleichzeitig fehlt es an vielem. Ich kann mich für tausende Dinge begeistern, aber habe Probleme, Prioritäten zu setzen. Als ich heute kurz an der Uni war, bin ich an einem Amnesty-Infostand gegen die Todesstrafe vorbeigekommen. Viele meiner Freundinnen sind in der Amnesty-Hochschulgruppe. Ich mag Amnesty. Ich befürworte ehrenamtliches Engagement. Und natürlich dachte ich mir gleich „hey, das solltest du unbedingt auch machen!„. Dummerweise habe ich keine Zeit für zusätzliche wöchentliche Termine. Ich bin gerade dabei, den ersten VEBU-Stammtisch in unserer Stadt vorzubereiten, der übermorgen – bei uns im Wohnzimmer – stattfindet. Ich bearbeite mehrere Email-Anfragen pro Tag. Ich muss morgen drei Kuchen backen. In die VEBU-Sache bin ich auch so reingerutscht, weil ich in irgendeinem Moment mal dachte, dass es total toll wäre, VEBU-Ansprechtpartner für meine Stadt zu werden. Dass daran einige andere Aufgaben wie Stammtisch organisieren, regelmäßige Rundmails und die Pflege einer zusätzlichen Homepage gehören, hatte ich im ersten Moment nicht bedacht. Das alles wäre zeitlich auch gut zu managen – wenn es denn das einzige wäre. Allerdings sage ich relativ oft „oh, das klingt spannend, das mache ich (auch noch)!„.
Wie also lerne ich ein besseres Zeitmanagement? Nachdem ich längere Zeit im Internet nach spannenden Büchern zum Thema gesucht hatte, fiel mir auf, dass eine solch zeitintensive Literaturrecherche wahrscheinlich meinem dahinterliegenden Ziel, Zeit einzusparen, nicht gerade zuträglich ist. Also habe ich beschlossen, im kommenden Monat nur auf wenige Quellen zu Zeitmanagement zurückzugreifen. Ich habe mir eine Sonderausgabe von Spiegelwissen mit dem Titel Mehr Zeit bestellt. Und ich habe mein heißgeliebtes The Power of Less von Leo Babauta aus dem Bücherregal gezogen und auf meinem Nachttisch platziert. Auch wenn ich gerne die GESAMTLITERATUR über Zeitmanagement, die momentan auf dem Markt ist, lesen würde, konzentriere ich mich auch hier auf das Wesentliche.
Im Headermenü habe ich eine neue Seite mit dem Titel THP (The Happiness Project) angelegt und meine ersten Ziele für Dezember festgelegt. Erst wenn ich die Art des Haushaltens mit meiner Zeit gelernt habe, kann ich 2013 mit meinen wirklichen Glücksaufgaben beginnen.

Übrigens: Glück ist, kein lästiges Blutdruckmessgerät am Arm zu haben.



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Wochenrückblick

Heute ist so ein nass-kalter Tag, dass es mir heute morgen furchtbar schwer fiel, mein heißgeliebtes, warmes Bett zu verlassen. Dummerweise musste ich um halb acht beim Arzt zur Blutabnahme sein. Dabei wurde mir dann auch noch ein 24h-Blutdruckgerät verpasst, das nicht wie erwartet klein, handlich und unauffällig ist, sondern sich als wirkliche Behinderung in meinem heutigen Tagesablauf herausstellt. Alle 15 Minuten wird mir der linke Oberarm abgepresst und das Gerät macht lautstark auf sich aufmerksam…
Meine Kreislaufbeschwerden sind zwar nicht mehr so schlimm, trotzdem finde ich, dass mein Gesundheitszustand noch verbesserungswürdig ist. Donnerstag bekomme ich auch endlich meine Blutergebnisse mitgeteilt und bin gespannt, wie es um meine Eisenwerte steht.
Vor zwei Wochen hat mein Arzt schon ein EKG bei mir machen lassen. Als er sich hinterher das Ergebnis ansah, kam die Frage oder vielmehr Feststellung „Sie machen keinen Sport, oder?“. Ein Wink mit dem Zaunpfahl. Dummerweise hat er damit einen wunden Punkt bei mir angesprochen. Ich weiß ja, dass ich Sport machen sollte. Nur macht mir Sport eben überhaupt keinen Spaß. Selbst, wenn ich beim Sport Erfolge zu verzeichnen habe (z.B. früher beim Tennis oder beim Yoga), motiviert mich das nur wenig, wirklich dauerhaft dabei zu bleiben. Meine Rechtfertigung vor mir selbst ist, dass ich ja Normalgewicht habe und mit einem BMI von 20 nicht abnehmen muss. Alle anderen Vorteile von Sport blende ich immer geflissentlich aus. Dazu kommt, dass Sport auf meinem Langzeitplan und meiner Irgendwann-Liste ziemlich weit hinten steht. Aber irgendwann werde ich bestimmt sportsüchtig sein und sechs mal die Woche ins Fitnessstudio rennen…
Im Zuge meines Glück-Projekts habe ich nach dem unglücklichen Kommentar meines Arztes noch eine Woche mit mir gerungen und mich dann entschieden, dass jetzt der einzig richtige Zeitpunkt ist, um fit zu werden. Außerdem heißt es ja immer, dass man sich nach dem Sport oftmals wacher fühlt. Ein Grund mehr, es auszuprobieren.
Letzten Donnerstag habe ich angefangen, auf niedrigstem Niveau sozusagen. Damit ich mein neues Vorhaben nicht gleich wieder aufgebe, habe ich mir vorgenommen, drei mal die Woche (Montag, Mittwoch, Freitag) 30min Workout zu machen. Meine Mutter hat mir vor einem halben (oder auch schon einem) Jahr einen Schwingstab mit dazugehöriger DVD geschenkt. Ich glaube, die DVD ist immer noch am Stab festgemacht. Neben dem Schwingstab versuche ich es mit Yoja-, Pilates- und Bauch, Beine, Po- DVDs (wie klischéhaft das klingt!).
Der erste kleine Schritt ist schon mal gemacht. Da Linda und ich am Samstag unser Glücks-Projekt beginnen, wird das Sportprogramm auch direkt mit aufgegriffen. Noch arbeite ich aber an den konkreten Zielen für den Monat Dezember.

Neben meinen erster Workoutversuchen war meine letzte Woche eher ruhig. Bachelorarbeit und HiWi standen hauptsächlich auf dem Programm. Zwischendurch habe ich meinen ersten veganen Käsekuchen gebacken, dafür allerdings die Fertigmischung von Bauck ausprobiert. Der Kuchen war lecker, hatte aber nicht viel mit dem herkömmlichen Käsekuchen gemein. Zukünftig werde ich wohl doch ein komplett selbstgemachtes Rezept testen.
Außerdem habe ich vorletzte Woche das allererste mal bei Alles Vegetarisch bestellt und letzte Woche kam das Päckchen an! Die Wilmersburger Käsescheiben und der Pizzaschmelz sind ja mittlerweile fester Bestandteil meiner Kühlschrankausstattung, leider gibt es sie hier aber nirgends zu kaufen und ich muss deswegen regelmäßig bestellen.
Samstag habe ich auch das allererste Mal Seitan ausprobiert, dazu aber die nächsten Tage mehr (:




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Flammkuchen

Gestern gab es bei uns veganen Flammkuchen und es war so unglaublich lecker! Früher war ich bei meinen Freunden bekannt für meine Spezialität Gemüseflammkuchen, aber der vegane Flammkuchen kann auf jeden Fall mithalten!
Die Böden habe ich schon fertig gekauft, die Soße habe ich aus Sojajoghurt, Sojacuisine, Salz, Pfeffer und Kräutern gemischt. Belegt ist der Boden mit allerlei frischem Gemüse und einmal mit Wilmersburger Pizzaschmelz und der andere mit Cheezly Kräuter. Den Cheezly fand ich etwas zu kräftig im Geschmack, den sollte man auf jeden Fall nicht zu großzügig verwenden. Der Wilmersburger bleibt einfach nach wie vor Favorit!





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The Happiness Project

Wie schon ein paar mal angekündigt, stelle ich euch nun heute endlich mein neues Projekt vor.
In der Zeit während und nach dem Umzug habe ich das Buch The Happiness Project und später auch Happier at Home von Gretchen Rubin gelesen. Das Buch hatte ich irgendwann im September gekauft – zu einem Zeitpunkt, an dem ich ein bisschen Lebensfreude gut brauchen konnte. Die gleichen Umstände, die mich damals, vor zwei Monaten, unglücklich und unzufrieden gemacht haben – Prüfungsvorbereitung, gesundheitliche Probleme, Umzugsstress – haben mich dann aber auch daran gehindert, das Buch schon früher zu lesen.
Als ich in der neuen Wohnung meine Bücher aus den Umzugskisten nahm, fiel es mir wieder in die Hände. Direkt im ersten Absatz fand ich mich wieder:

I’d always vaguely expected to outgrow my limitations.
One day, I’d stop twisting my hair, and wearing running shoes all the time, and eating exactly the same food everyday. I’d remember my friends‘ birthdays, I’d learn Photoshop, I wouldn’t let my daughter watch TV during breakfast. I’d read Shakespeare. I’d spend more time laughing and having fun, I’d be more polite, I’d visit museums more often, I wouldn’t be scared to drive. (p. 1)

Ich habe auch so eine Irgendwann-Liste in meinem Kopf. Irgendwann schaffe ich es, keine Termine mehr zu versäumen, weil ich meinen Kalender ordentlich führe. Irgendwann stehe ich jeden morgen um 5 Uhr auf, damit ich mehr vom Tag habe. Irgendwann werden meine Nägel immer perfekt lackiert sein und ich werde alle drei Monate meine Spitzen schneiden lassen. Irgendwann mache ich fünf mal die Woche Sport. Irgendwann denke ich an alle Geburtstage und verschenke nur Selbstgemachtes. Irgendwann sehe ich mir all die abgespeicherten Photoshoptutorials auf Youtube an. Irgendwann frische ich meine Französisch-, Spanisch-, Italienisch- und Schwedischkenntnisse wieder auf. Irgendwann lese ich all die Bücher, die sich neben meinem Bett stapeln. Irgendwann schreibe ich meinen ersten Roman.

Das wiederum erinnert mich an ein Zitat, das lange mein Motto war: Someday is not a day of the week.

Gretchen Rubin regt in ihrem Buch immer wieder an, ein eigenes Happiness Projekt zu beginnen, da jeden Menschen andere Dinge glücklich machen. Während viele meiner Freunde sich auf einer Party am wohlsten fühlen, bin ich mit einem guten Buch im Bett absolut zufrieden zu stellen. Auch wenn Freude zu den sieben Basisemotionen zählt, so sind es ganz unterschiedliche Dinge, die Menschen erfreuen. Nur war es gar nicht so einfach, eine Liste meiner täglichen Freuden zu erstellen wie ich gedacht hatte. Und dabei bin ich an einem guten Punkt in meinem Leben. In absehbarer Zeit werde ich mit meinem Bachelor fertig sein, ich bin als HiWi angestellt und habe das große Glück, von zuhause arbeiten und mir meine Zeit frei einteilen zu können, ich bin erst kürzlich mit meinem Freund in eine wunderschöne große Wohnung gezogen und wir bereiten uns langsam auf die verantwortungsvolle Aufgabe vor, im Februar einen Welpen bei uns aufzunehmen. Ich habe gleich drei beste Freundinnen, denen ich all meine Sorgen anvertrauen kann. Mein Leben ist momentan frei von größeren Konflikten oder Belastungen. Dank meiner Entscheidung, mich vegan zu ernähren, stehe ich heute für meine ethischen Ansichten ein.
Ich war aber nicht zu jedem Zeitpunkt in meinem Leben so glücklich und werde es wahrscheinlich auch in Zukunft nicht immer sein. Warum also nicht ein eigenes Happiness Projekt, um mir selbst noch einmal zu verdeutlichen, wie viel wir zu unserem eigenen täglichen Glück beitragen können.

Einige Anregungen habe ich in den letzten beiden Wochen schon ausprobiert. Ich habe mich gezwungen, mehr zu lächeln (was an manchen Tagen viel schwerer ist als an anderen) und war wirklich besserer Stimmung. Ich habe versucht, in allem das Positive oder zumindest eine Herausforderung zu sehen. Und nicht zuletzt habe ich schon einmal damit begonnen, meine Fortschritte zu dokumentieren. Einerseits in meinem One Sentence Journal, in dem ich meinen Tag in einem Satz zusammenfasse. Andererseits in meinem normalen Tagebuch, das ich eingestaubt aus einer Umzugskiste hervorgezogen habe.

Glücklicherweise werde ich dieses Projekt nicht alleine angehen, sondern werde von meiner liebsten Freundin Linda begleitet. Beginnen werden wir mit unserem Vorhaben ab Dezember in einem Probemonat, in dem ich mich vor allem den Fragen Zeitmanagement und Prioritätensetzen widmen werde und außerdem ein paar grundlegende Routinen einführen muss, damit ich meine Erfolge oder Misserfolge festhalten und evaluieren kann. Natürlich muss nicht alles gelingen. Festzustellen, was mich nicht glücklich bzw. sogar unglücklich macht, kann auch ein Schritt in Richtung mehr Erkenntnis sein!
Meine wichtigsten Einsichten werde ich hier mit euch teilen.

Falls ihr unsicher seid, ob das Happiness Project auch etwas für euch sein könnte, informiert euch doch erstmal auf Gretchen Rubins Blog, auf dem man auch ein Probekapitel lesen kann.


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Cornucopia Kochbuch

Heute möchte ich euch das beste Kochbuch überhaupt vorstellen. Machen wir uns nichts vor – dieses Buch ist einmalig. Falls ihr doch ein besseres findet, schreibt mir. Aber erst, wenn ihr wirklich fast alle veganen Rezepte aus Cornucopia ausprobiert habt!

Im September waren ich mit dem Liebsten für zehn Tage in Galway und Dublin und wir haben uns kulinarisch verwöhnen lassen. Ich hatte mehrere tolle vegetarisch-vegane Restaurants vorher recherchiert und wollte unbedingt in jedem ein mal essen, aber nachdem wir an unserem zweiten Tag in Dublin bei Cornucopia waren, war jedes andere Restaurant schlichtweg vergessen. An die Kreationen von Eleanor Heffernan kommt sowieso nichts ran.
Im Restaurant haben wir auch erfahren, dass es ein Buch mit den Rezepten gibt, allerdings waren unsere Koffer mehr als voll. Wieder zuhause, habe ich dann immer wieder auf Amazon gestöbert und mit dem Gedanken gespielt, mir das Buch zu bestellen. Jetzt, zum Einzug in die neue Wohnung, habe ich es mir gegönnt! – und das Buch ist einfach noch viel toller als ich es mir ausgemalt hatte!

Basics zum Buch:

» 467 Seiten
» Hardcover
» Publiziert bei Atrium, Cork, 2008
» Kostet bei Amazon 46,99 Euro (die ist es wert!!) – ich habe es aber gebraucht bei Kenny’s Ireland für 30 Euro bestellt
» Das Buch ist in sechs Kapitel gegliedert: Introduction, Soups, Salads, Main Courses, Breads, Desserts
» Alle Rezepte sind in folgende Kategorien eingeteilt: vegan, gluten-free, wheat-free, yeast-free, low fat, dairy-free, egg-free, contains nuts, contains sugar

Was mir besonders gut gefällt:

» Bei fast jedem Rezept ist Platz für eigene Notizen (cook’s notes)
» Zu fast jedem Rezept gibt es ein Bild, das auch hin und wieder eine Doppelseite füllt. Außerdem ist das Buch voller liebevoll-gestalteter Illustrationen
» Schätzungsweise sind 80% aller Rezepte vegan (alle anderen natürlich vegetarisch). Die meisten nicht-veganen Rezepte lassen sich leicht veganisieren, zum Teil stehen auch Hinweise dabei. Es gibt beispielsweise ein Rezept für normale Mayonnaise, aber daneben auch die vegane Alternative mit Cashews (siehe unten).
» Bei etwas schwierigeren Rezepten sind einzelne Schritte auch bebildert, so z.B. wie man Taschen aus Filoteig am Besten faltet (das Rezept dazu: Wild mushroom, leek & spinach filo parcels – na, läuft euch das Wasser im Mund zusammen?)
» Jedes Kapitel hat noch mal eine eigene Einführung, in der die Zutaten, die in den kommenden Rezepten hauptsächlich verwendet werden, noch mal genauer erklärt werden.
» Ein Beispiel aus dem Kapitel „Soups“: Nach einem 3-seitigen Text darüber, warum Suppen so fantastisch ist, kommt Eleanor zu den Basics. Wie würzt man am besten mit Gemüsebrühe? Wie wird eine Suppe dicker? Was muss ich beachten, wenn ich die Suppe mit Bohnen, Linsen oder Kartoffeln anreichere? Welche Kräuter eignen sich am besten zum Würzen einer Suppe und wann werden sie hinzugefügt? Mit welchen Toppings kann ich eine Suppe verfeinern?



Im Buch steht folgendes beim Kartoffelsalatrezept:

This salad is a bit of a phenomenon. Those who like it, rarely just like it. They love it. Dream about it. Order it every day, without fail, as one of the two salad choices with their main course. They tell their friends about it. Who in turn come to try it… (p. 128)

Das Rezept wurde von Cornucopias erstem Koch, Neil McCafferty, im Jahre 1986 kreiert und steht wegen seiner großen Beliebtheit seitdem jeden Tag bei Cornucopia auf der Karte – seit nunmehr 26 Jahren.
Kauft euch das Buch und probiert es aus!