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Wenn das Leben Dir Kichererbsen gibt…

…mach Falafel draus. Oder zumindest so ähnlich.
Manche Tage sind so blöd, dass man nur zwei Möglichkeiten hat: Sich ins Bett zu kuscheln und eine Stunde zu heulen oder irgendwas anzupacken. Weil weinen meist auch nicht so viel bringt, habe ich mich für die zweite Option entschieden und das fertig gemacht, was ich gestern begonnen habe: Den ersten Versuch, Falafel wirklich selbst zu machen.
Das hat mich auch gut anderthalb Stunden beschäftigt – der Tatsache geschuldet, dass ich keinen Fleischwolf besitze und somit die Kichererbsen mit dem Stabmixer zerkleinern musste. Außerdem sollte man für das Ausbacken der Falafel Zeit einplanen, da eben nur eine gewisse Anzahl in die Pfanne passt.
Gelohnt hat es sich aber – die selbstgemachten Falafel schmecken auf jeden Fall besser als die Gekauften oder die fertigen Mischungen! Mit den Kräutern werde ich zukünftig noch etwas experimentieren…

Zutaten:

» 500g Kichererbsen
» 2-3 TL gemahlener Korianer (oder noch besser frischer Koriander, dann natürlich etwas mehr)
» 100g frische Petersilie
» drei Knoblauchzehen
» 2 Frühlingszwiebeln
» 4 El Zitronensaft
» Salz, Pfeffer, 1 TL Backpulver
» Wasser, falls der Teig zu trocken ist
» Öl zum Ausbacken

Zubereitung:

1. Kichererbsen am Vorabend (also circa 24h vorher) in einer Schüssel mit Wasser einweichen, so dass das Wasser etwa 4-5cm über den Kichererbsen steht, da diese noch aufquellen.
2. Am nächsten Tag die Kichererbsen in ein Sieb gießen.
3. Jetzt kommt der Part, der etwas tricky ist. Ihr habt einen Fleischwolf? Super! Dann wird es einfach: Die Kichererbsen durch den Fleischwolf drehen, am Besten zwei mal. Falls ihr wie ich keinen Fleischwolf habt (warum um alles in der Welt sollte man als Veganer/Vegetarier auch einen Fleischwolf besitzen?), wird es etwas aufwändiger. Ich hatte nur meinen guten alten Stabmixer, damit dauert es aber etwas länger (ich habe circa 15 min gebraucht): Die abgetropften Kichererbsen in einen Topf geben und mit dem Stabmixer pürieren bis man auch die letzte Kichererbse erwischt hat.
4. Jetzt geht es einfach weiter. Frühlingszwiebel waschen und in Ringe schneiden. Knoblauch schälen und klein hacken oder durch eine Knoblauchpresse drücken. Die Petersilie waschen und etwas kleinhacken oder -zupfen.
5. Frühlingszwiebel, Knoblauch, Petersilie, Koriander, Salz, Pfeffer, Backpulver und Zitronensaft zu den pürierten Kichererbsen geben und alles gut vermischen. Falls euch der Teig zu trocken vorkommt, noch etwas Wasser hinzugeben (etwa 100-200ml).
6. Die Hände etwas bemehlen und dann kleine Teigkugeln formen.
7. Die Falafel in Öl (ich habe Sonnenblumenöl genommen) ausbacken.
8. Am Besten mit Salat und Joghurtsoße servieren.

Guten Appetit!



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Interview auf Veganize your Life

Für Linas World-Changing-Wednesdays habe ich ein paar Fragen über meine Motivation, vegan zu leben, beantwortet. Lina hat das ganze zu einem tollen Interview aufbereitet, das gestern auf ihrem Blog veröffentlicht wurde.
Danke Lina für diese tolle Zusammenarbeit (immer wieder) und für Deine wunderbare Freundschaft – jeden Tag.

Das komplette Interview findet ihr hier.


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Selbstgemachte Pizza

Gestern gab’s leckere Pizza bei uns. Wir hatten von der Kürbislasagne noch etwas Cheezly Mozzarella übrig und wollten den unbedingt auf der Pizza testen. Ich hatte noch nie zuvor Pizzateig selbst gemacht und hab mich erstmal quer durch Google gelesen. Den Teig habe ich schon am Vormittag vorbereitet (geht wirklich einfach). Im Internet stand, dass man den Teig dann am Besten jede Stunde einmal durchknetet. Hatte ich mir auch fest vorgenommen, aber dann war ich so in Photoshop vertieft, dass ich alles um mich herum vergessen habe (:
Als ich dann abends versucht habe, den Teig auszurollen, wäre ich am Liebsten in Tränen ausgebrochen, weil es absolut nicht hingehauen hat. Der Teig hat irgendwie gegen mich gearbeitet: Einmal ausgerollt, hat er sich direkt wieder zusammengezogen. Daher mein Tipp – falls ihr Pizza mit dünnem Teig lieber mögt und noch nie selbst so einen Pizzaboden asugerollt habt, schaut euch vorher im Internet ein Video an, wie es geht! Ich werde auf jeden Fall bald wieder Pizza machen und nehme mir dann eine Stunde Zeit, um mit dem Teig Freundschaft zu schließen und das Pizzaböden-Formen zu lernen!
Dass die Pizza herzförmig geworden ist, war übrigens nicht beabsichtigt!

P.s.: Auch mit etwas dickerem Teig hat die Pizza superlecker geschmeckt und wurde restlos aufgegessen!

Zutaten: (für zwei hungrige Personen)

» 400g Mehl
» 1 Päckchen Trockenhefe
» 5 EL Olivenöl
» 200ml Wasser
» 1,5 TL Salz
» Tomatensoße
» Gemüse zum Belegen, z.B. Tomatenscheiben, Champignons, Paprika, Zwiebeln, Rucola, Oliven, Artischocken,..
» Hefeflocken, veganer Käse, Pesto
» verschieden Gewürze, z.B. Basilikum, Rosmarin, Oregano

Zubereitung:

1. Den Teig am Besten schon ein paar Stunden vorher zubereiten. Erst Mehl, Salz und Trockenhefe mit einem Löffel vermischen, dann Öl und Wasser zugeben und alle Zutaten zu einem Teig verkneten. Den Teig am Besten mit einem Küchenhandtuch abdecken und gehen lassen. Vor der Weiterverabreitung noch mal gut durchkneten und dann…
2. Den Teig halbieren und zwei Pizzaböden formen. Am Besten vorher im Internet ein Video anschauen wie das geht, z.b. das hier.
3. Tomatensoße auf dem Boden verteilen, salzen und pfeffern (falls die Tomatensoße noch nicht gewürzt ist).
4. Gemüse putzen und klein schneiden, auf den Pizzaböden verteilen.
5. Hefeflocken, Käse und/oder Pesto sowie Gewürze darüber streuen.
6. Im vorgeheizten Backofen bei 200°C circa 20min backen.

Guten Appetit!




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Herbstfavoriten

Meine Freizeit nutze ich momentan, um mir Photoshop selbst beizubringen. Jahrelang schon habe ich das Programm und hab es immer schnell wieder weggeklickt, wenn sich ein Bild aus Versehen mit Photoshop geöffnet hat.
Jetzt versuche ich es mit Gegenkonditionierung und stelle mich meinen Ängsten. Auf PuglyPixel gibt es nicht nur wunderbare Freebies sondern auch einfache Anleitungen für Photoshop-Analphabeten wie mich. Hinter alledem steht nämlich eine geheime Mission und ich habe nur noch einen Monat Zeit, mir alle nötigen Kenntnisse anzueignen. Hier dürft ihr eine meiner ersten Collagen mit meinen Herbst Favoriten bestaunen.


1. Vegan Food Gifts. Perfekt für die Weihnachtsvorbereitungen.
2. Scotch Naturals Nagellack. Bitte’n’Twisted.
3. Herbivore Clothing. Einfach ALLES von Herbivore Clothing. Kommt jemand zufällig bald nach Portland und kann mir was mitbringen? (:
4. Pukka Tee – Love. Wärmt das Herz an kalten Tagen.
5. Iphone Hülle aus Bambus. (da hat mein Magic Brush doch nicht so zauberhaft gearbeitet wie er sollte)


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Pancakes

Da ich ja mehr oder weniger schwäbischer Herkunft bin, sind Pfannkuchen eigentlich so ein Traditionsessen. Bei uns heißen Pfannkuchen Eierkuchen, weil das Grundrezept ja mit Eiern gemacht wird. Samstag habe ich die amerikanische Variante ausprobiert und mich gefragt, wozu die Eier im Teig eigentlich gut sein sollen. Mit etwas Backpulver gehen die Küchlein auch wunderbar auf und als Frühstück mit frischen Beeren und Puderzucker machen mich die Pancakes wunschlos glücklich!

Zutaten (für zwei Personen):

» 150g Mehl
» 200-250ml Sojamilch
» 1 Päckchen Vanillezucker
» 1,5 TL Backpulver
» 1 Prise Salz
» 1 Prise Zimt
» Margarine zum Anbraten

Zubereitung:

1. Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit einem Schneebesen oder einem Rührgerät vermischen.
2. Margarine in der Pfanne zerlaufen lassen, mit einem Schöpflöffel kleine Portionen Teig in die Pfanne geben und von beiden Seiten anbraten/backen.
3. FERTIG! Einfach, oder? Und schnell geht es auch.

Dazu schmeckt:

» Ahornsirup oder Agavensaft
» Frisches Obst oder TK-Beerenmischung
» Vegane Nutella
» Puderzucker
» Zucker und Zimt
» Kleingehackte Walnüsse
» Sojajoghurt
» Apfelmus
» Karamellsoße



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Kürbislasagne

Falls ihr euch fragt, ob es bei mir tatsächlich so oft Lasagne gibt: Ja. Mein Freund und ich sind große Lasagnefans und nachdem ich vor etwa einem Monat zum allerersten Mal Lasagne selbst gemacht und entdeckt habe, wie einfach es ist, gibt es bei uns Lasagne in allen Variationen und ich verfeinere meine Lasagnekochkünste immer weiter.
Eigentlich wollte ich letzte Woche ja die Kürbis-Fenchel-Lasagne nachkochen, die im Chickpea-Mag vorgestellt wurde. Dummerweise hatte ich das Rezept dann nicht parat, weil ich nicht bei uns zuhause gekocht habe. Im Internet habe ich auch kein Rezept gefunden, das mich wirklich angesprochen hat, daher hab ich einfach selbst etwas entworfen.
Getestet haben wir diesmal auch den Vegi-Cheezly Mozzarella Style, der beim Überbacken schön schmilzt und der Lasagne tatsächlich eine wunderbare Käsenote gibt!
Übrigens hab ich mich wieder maßlos verschätzt: Eine Stunde Vorbereitungszeit sollte man einplanen plus 30-40 Minuten, die die Lasagne im Ofen ist. Nicht unbedingt ein schnelles Gericht, aber es lohnt sich, den es schmeckt einfach köstlich!

Kürbislasagne (für vier Personen)

Zutaten:

» Lasagneplatten (circa 12 Stück)
» 1 mittlerer Kürbis, am Besten Hokkaido oder Butternut
» 2 Stangen Lauch
» 400g Möhren
» 2 Zwiebeln
» 1/2l ungesüßte Sojamilch
» 4 EL Mehl
» 1 EL Soßenbinder
» Rapsöl
» Salz, Pfeffer, etwas Chilli
» Margarine zum Einfetten der Auflaufform
» Walnüsse, veganer Mozzarella und Semmelbrösel

Zubereitung:

1. Die Möhren waschen, schälen und kleinschneiden. In Rapsöl bei mittlerer Stufe etwa 20min in einem Topf weich kochen. Salzen und pfeffern, dann beseite stellen.
2. Den Lauch waschen, in Ringe schneiden und in etwas Öl anbraten. Dann mit etwas Sojamilch aufgießen und 10min kochen, bis der Lauch weich ist. Bis zur Weiterverarbeitung beseite stellen.
3. Den Kürbis schneiden. Ich schneide Kürbis ähnlich wie Ananas: Erst in Spalten, dann entferne ich die Schale und schneide den Kürbis dann in kleine Würfel. Geht eigentlich ganz einfach! Die Kürbiswürfel anschließend in Öl anbraten, nach etwa 10min ist er schön gebräunt. Mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken.
4. Die helle Soße zubereiten. Zwiebeln schälen und kleinschneiden, in etwas Margarine bräunen. Das Mehl, den Soßenbinder und die Sojamilch hinzugeben und mit einem Schneebesen verrühren. Kurz aufkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
5. Den Ofen auf 200°C vorheizen, die Auflaufform einfetten.
6. Die Lasagne wie gewohnt schichten. Auf die oberste Schicht der Lasagneplatten noch etwas helle Soße geben, damit die Platten im Ofen richtig weich werden. Den veganen Käse in Scheiben schneiden und darauf legen (oder, bei veganem Pizzakäse eben drüber streuen), 1-2 EL Semmelbrösel und klein gehackte Walnüsse darübergeben.
7. Bei 200°C 30-40 Minuten im Ofen backen.

Guten Appetit!





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Herbstsonntag

Tada, der Herbst ist da. Ich sitze in meiner eiskalten Wohnung und friere vor mich hin, Heizungaufdrehen und heißer Tee können mich heute auch nicht wärmen. Nachher werde ich mich ins Bett kuscheln und meine Blogliste durchschauen, was sich so in den letzten Tagen in der Onlinewelt getan hat.
Verpasst habe ich aber sicherlich nicht so viel, denn ich hätte die Zeit nicht viel schöner verbringen können! Ich kam zum Lesen und zum Kochen, ich bin durch die Buchläden gebummelt und habe entdeckt, dass es im Thalia neuerdings kein vegetarisch-veganes Fach mehr gibt, sondern ein komplett veganes!, ich habe meine Mutter besucht und war auf einem Flohmarkt und hab viele tolle Sachen gefunden. Und natürlich hab ich wieder mit Instagram rumexperimentiert und die verschiedenen Filter ausprobiert. – Es wird dringend Zeit, dass ich Geld für eine Spiegelreflexkamera beiseite lege!
Heute habe ich für euch erstmal die Fotos, die nichts mit Essen zu tun haben. Aber morgen und übermorgen gibt es zwei neue Rezepte, denn ich habe am Freitag tatsächlich endlich die Kürbislasagne gemacht und von Freunden schon einige Rezeptanfragen erhalten. Und Samstag gab’s spontan Pancakes zum Frühstück, das Rezept dazu gibt es natürlich auch für euch.