Kochen vs Lernen

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Zwei Tage mit 20 Stunden Lernen, 30 Seiten neuer Notizen und vier verbrauchten Textmarkern später fühle ich mich immer noch kein bisschen besser vorbereitet für die anstehenden Prüfungen. Eine innere und ziemlich lautstarke Stimme sagt mir, dass ich das Wissen über Homeoboxe, Ophthalmologie und Sonic Hedgehogs (ehrlich – falls ich jemals eine Band gründen sollte, nennen wir uns so!) in meinem späteren Berufsleben nur selten brauchen werde. Vielleicht ist es gerade dieser innere Konflikt, der dazu beiträgt, dass ich viele Seiten immer und immer wieder durchgehen muss, weil nichts von dem Gelernten hängen zu bleiben scheint.
Die kurzen Pausen, die ich mir gönne, nutze ich, um mich an der Tankstelle mit Redbull auszurüsten, mich bei einer weiteren Tasse Kaffee über die Bilder bei 9gag.com zu amüsieren oder um mich über die zentimeterhohe Staubschicht auf meinen Bücherregalen zu ärgern. Um mich etwas abzulenken und damit meine Ernährung sich nicht ausschließlich auf Energydrinks, Mr. Toms und Chips beschränkt, habe ich gestern Abend Lasagne für meinen Freund und mich gekocht. Leider hab ich nach wie vor keinen veganen Käse zuhause, weswegen die oberste Lasagneschicht wieder aus Semmelbröseln bestand. Lecker war es trotzdem! Und hier das Rezept:

Zutaten für vier Personen:

» 20 Lasagneplatten

Für die Tomatensoße:
» zwei Dosen geschälte Tomaten
» 500g frische Tomaten
» Olivenöl
» 2-3 große Zwiebeln
» 2-3 Knoblauchzehen
» Salz, Pfeffer, Paprikagewürz, frisches Basilikum

Für die Béchamelsoße:
» 300ml Soja Cuisine
» 60g Mehl
» 100g Butter
» Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Für das Gemüse:
» 300g Bio-TK-Blattspinat
» 1-2 große Auberginen (alternativ auch Zucchini)
» 500g Champignons
» Olivenöl, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1. Die Tomatensoße mache ich meistens schon einige Stunden vorher. Wahrscheinlich hat jede(r) von euch ein eigenes Tomatensoßenrezept, meins ist denkbar einfach. Ich brate die Zwiebeln in reichlich Olivenöl an bis sie „glasig“ sind. Dann gebe ich die Dosentomaten und die frischen, kleingeschnittenen Tomaten dazu und lasse das Ganze etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln bis die frischen Tomaten etwas in Stückchen zerfallen sind. Die Soße schmecke ich mit Salz, Pfeffer, etwas Zucker und Parikagewürz ab. Cremiger wird die Soße, wenn man etwas Sojamilch oder Soja Cuisine zugibt, meine Oma hat auch immer 2 EL Mehl mit eingerührt.
Anschließend lasse ich die Tomatensoße abkühlen und püriere sie später mit einem Stabmixer (mache ich nur bei Lasagne, sonst mag ich die Tomatenstückchen lieber). Den zerkleinerten Knoblauch und die Basilikumblätter gebe ich erst ganz am Schluss hinzu.

2. Im nächsten Schritt steht die Zubereitung des Gemüses an. Leider vergesse ich immer, wie aufwändig das bei Lasagne sein kann. Die Aubergine schneide ich in Scheiben und lege diese auf einem mit Backpapier belegtem Blech aus, betröpfle sie mit Olivenöl (kein Salz – sonst ziehen die Auberginen zu viel Wasser) und lasse sie bei etwa 150°C im Ofen etwas braun werden.
Der TK-Blattspinat muss nur aufgetaut und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden. Bei Verwendung von frischem Spinat (habe ich im Rewe leider nicht bekommen) fällt natürlich noch das Putzen an.
Die Champignons habe ich nach dem Waschen und In-Scheibchen-Schneiden mit etwas Öl in der Pfanne angebraten.

3. Die Béchamelsoße geht am Schnellsten: Butter in einem kleinen Topf zerlassen, dann die Temperatur runterschalten und das Mehl hinzugeben. Nun heißt es mit dem Schneebesen rühren, rühren, rühren, damit das Mehl sich auch wirklich in der Butter auflöst und nicht am Topf unten ansetzt. Dann die Soja Cuisine hinzugeben und weiterrühren, so dass sich keine Mehlklümpchen bilden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zur Seite stellen.

4. Nun kommt der schönste Teil, das Lasagne-Schichten (:
Aber erstmal den Backofen bei etwa 200°C Ober-Unter-Hitze vorheizen und eine große Auflaufform mit Alsan oder anderer Pflanzenmargarine einfetten.
Die unterste Schicht sollte am Besten aus Lasagneplatten bestehen, anschließend folgt Tomatensoße, dann eine Schicht Gemüse, dann Béchamelsoße, dann wieder Lasagneplatten und so weiter. Beim Schichten kann man sich kreativ austoben, wichtig ist aber, dass die Soße direkt auf die Lasagneplatten kommt, damit diese schön weich werden. Auf die oberste Schicht Platten kommt noch mal Béchamelsoße und dann die Semmelbrösel drüberstreuen, die die Lasagne schön knusprig machen.
Je nachdem wie hoch ihr das Ganze geschichtet habt, ist die Lasagne nach etwa 30-40 Minuten fertig. Guten Appetit!



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Autor: annagoesvegan

Anna. 23 Jahre. Psychologiestudentin. Seit acht Jahren Vegetarierin. Seit Juli 2012 vegan.

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