Der Plan Pickles

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Wenn ich nicht wüßte, dass ein großer Teil meiner Leser nicht mindestens ebenso tierverliebt ist wie ich, würde ich mich wahrscheinlich gar nicht trauen, das hier zu schreiben, weil mich alle für verrückt erklären würden… Meine Mutter hat es nicht leicht mit mir, wußte sie doch schon immer, dass ihre Tochter nicht ganz normal ist. Aber seit zwei Wochen glaubt sie, dass ich nun endgültig durchgedreht bin. Und vielleicht hat sie sogar ein bisschen Recht, denn außer meinen Monologen darüber, wie gesund, lecker und notwendig eine vegane Ernährung ist, gibt es für mich nur noch ein Thema: Pickles.
Pickles ist ein Pugglewelpe. Vielmehr: Pickles ist mein Pugglewelpe. Nur dass es Pickles noch gar nicht gibt, zumindest nicht physisch, denn Pickles ist bisher nur eine Idee oder besser ein Traum.
Seit einigen Monaten himmele ich nämlich jeden Hund an, den ich auf der Straße treffe und gebe komische Laute von mir, die Begeisterung ausdrücken sollen. Diese Phase hatte ich schon mal, mit neun Jahren, als ich meiner Mutter verdeutlichen wollte, dass ich wirklich wirklich dringend einen Hund haben möchte, nein, haben muss, da ich sonst das unglücklichste Kind der Welt sein werde. Das hat sie auch irgendwann eingesehen und so ist Happy bei uns eingezogen. Jetzt ist es bald drei Jahre her seit Happy nicht mehr lebt und ich werde zunehmend nervöser, weil es Zeit für einen neuen Hund wird. Erst war das ganze nur ein Hirngespinst, denn ich bin mitten im Studium, ich verdiene als HiWi nicht sonderlich viel und ein Hund braucht ja auch einiges an Zeit. Außerdem: Wer weiß, wo es mich nach dem Studium hinverschlägt? Nach langen Gesprächen mit meinem Freund wurde mir aber klar, dass ein Leben ohne Hund zwar möglich ist – ich habe es ja jetzt auch schon drei Jahre ausgehalten – aber es ist nicht halb so schön. Und ich werde immer tausend Gründe finden, warum es unvernünftig ist, sich gerade jetzt einen Hund anzuschaffen. In dieser Hinsicht gibt es keinen perfekten Zeitpunkt, aber ich möchte lieber früher als später wieder Hundemama sein. Diese Erkenntnis hat Zeit gebraucht, um zu reifen. Immer wieder sind mir mögliche Hindernisse eingefallen. Immer wieder kamen Bedenken. Nie aber ein Zweifel daran, dass ich wirklich, zu 180% einen Hund haben möchte und bereit bin, dafür mein Leben umzustellen, auf den ein oder anderen Urlaub zu verzichten, mein Geld für Hundefutter statt für Bücher auszugeben und abends mit Pickles zuhause zu bleiben statt auf einer weiteren langweiligen WG-Party meine Zeit zu verschwenden.
Nachdem ich dann bei Recherchen über vegane Blogs auf PicklesnHoney.com gestoßen bin, stand der Name fest. Und dann noch dieses Video, das mir den Verstand geraubt hat – ich habe es ungefähr hundert mal angeschaut! Gleichzeitig wurden aus den Gesprächen über einen Hund, Gespräch über Pickles, meinen Hund. Natürlich wurde ich immer wieder gefragt, ob es nicht komisch ist, dass ich schon den Namen meines Hundes weiß, obwohl mein Welpe ganz offensichtlich noch nicht mal geboren ist. Ich sehe ein, dass das vielen seltsam erscheinen mag – und bin glücklich und dankbar, dass ich Menschen um mich herum habe, die mich genau wegen meiner Sonderbarkeit in dieser Hinsicht schätzen und lieben.
Damit der „Plan Pickles“ noch etwas konkreter wird, habe ich heute morgen einen Fatboy für Pickles bestellt. Und falls ihr mich immer noch nicht für vollkommen verrückt haltet, seid ihr wohl die allerbesten Leser, die man sich wünschen kann!

Bildquelle: http://www.heimzoo.com/img/fatboy-9000053-hundekissen-doggielounge-small-pink_7452_500.jpg

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Autor: annagoesvegan

Anna. 23 Jahre. Psychologiestudentin. Seit acht Jahren Vegetarierin. Seit Juli 2012 vegan.

2 Kommentare zu “Der Plan Pickles

  1. ❤ ❤ ❤ ich freu mich schon riesig!!!! 🙂

  2. Und wir uns erst!! Wir können es kaum noch erwarten! Und Pickles Fatboy ist auch schon da (:

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